Von aktuellen Forschungsergebnissen zu praktischen Tipps für die energetische Sanierung

Forschung & Entwicklung

upMIN 100

upMin 100 steht für Upcyling mineralischer Bau- und Abbruchabfälle zur 100-prozentigen Substitution von natürlichen Gesteinskörnungen und Bindemitteln, in wiederverwendbaren Lehmbaustoffen. Untersucht wird in diesem Projekt, ob es möglich ist, die deponierten Bauabfälle zu nutzen, um neue Lehmbaustoffe zu erzeugen und so eine Lösung zur Beseitigung der vielen Bauabfälle zu schaffen. Dabei wird besondere Rücksicht auf den Schadstoffgehalt im Ausgangsmaterial und die baustoffbedingten Emissionen in der Raumluft genommen, um den geltenden Normen zu entsprechen. Durch die Entwicklung von Lehmbausteinen und Lehmputzmörtel soll die Machbarkeit sowie der Anteil an recycelten Materialien geprüft werden, angestrebt wird ein 100-prozentiger Ersatz für die Gesteinskörnung und 80 bis 100 % im Bindemittel.

Institution

Technische Universität Berlin

Quelle

Zukunft Bau des Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)

Kontakt

Prof. Eike Roswag-Klinge
Tel.: k. A.
Mail: roswag-klinge@tu-berlin.de

Projektzeitraum

01.2022 bis 12.2023

Zirkulare H(R)BV-Decke

In diesem Forschungsprojekt soll eine reversible Holz-Beton Verbunddecke entwickelt werden. Durch die optimale Planung soll ein problemloses Zusammenfügen und Demontieren der Deckensysteme ermöglicht werden. Das Deckensystem soll dabei aus nachwachsenden und recycelten Rohstoffen hergestellt werden und gleichzeitig für die Mehrfachnutzung geeignet sein. Das wesentliche Augenmerk liegt auf der Verfugungsgeometrie zwischen den Holz- und Betonelementen, sie soll so entwickelt werden, dass sie den Anforderungen an die Tragfähigkeit und die Mehrfachnutzung erfüllt. Dazu sollen in diesem Projekt geeignete Fertigungs- und Bemessungskriterien entwickelt werden.

Institution

Technische Universität Kaiserslautern
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Quelle

https://www.zukunftbau.de/projekte/forschungsfoerderung/1008187-2209

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Christian Glock
Tel.: k. A.
Mail: k. A.

Projektzeitraum

01. 2023 – 06. 2025

Forschungsprojekte und -vorhaben zu den Themen Sanierung und Neubau sind entscheidend für die Weiterentwicklung von Technologien, Methoden und Best Practices im Bauwesen. Sie bilden die Grundlage für Innovationen, die Gebäude energieeffizienter, umweltfreundlicher, kostengünstiger und komfortabler machen.

Durch Forschungsprojekte werden neue Baustoffe und Konstruktionsmethoden entwickelt, die eine längere Lebensdauer, bessere Dämmeigenschaften oder eine geringere Umweltauswirkung haben. Darüber hinaus können durch solche Projekte optimierte Planungs- und Bauverfahren identifiziert werden, die den Bauprozess beschleunigen und kosteneffizienter gestalten. 

Im Bereich Sanierung sind Forschungsprojekte besonders relevant, um herauszufinden, wie bestehende Gebäude am besten modernisiert werden können, ohne ihren Charakter zu verändern oder unnötig Material zu verschwenden. Sie bieten Lösungsansätze, um historische Bausubstanzen zu erhalten, während gleichzeitig moderne Anforderungen an Energieeffizienz und Komfort erfüllt werden.

Für den Neubau können Forschungsprojekte neue Wege aufzeigen, um Gebäude von Grund auf nachhaltig und zukunftssicher zu gestalten.

Forschungsprojekte im Bereich Sanierung und Neubau treiben die Branche voran und gewährleisten, dass die Bauindustrie den sich ständig ändernden technologischen, ökologischen und gesellschaftlichen Anforderungen gerecht wird. Sie sind somit essenziell, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts im Bauwesen effektiv anzugehen.